Am Freitag, dem 16. Oktober, fand ab 17:30 Uhr die erste „Literarische Schokoladenstunde“ im Raum für Kommunikation und Kultur der Schule I. E. 16049 Inmaculada Concepción in Montegrande, Jaén, statt. Die Veranstaltung war als „literarisches Menü“ konzipiert, das in vier Abschnitte unterteilt war und den Austausch von Erfahrungen zwischen Schülern, Eltern, Lehrkräften und weiteren Anwesenden förderte.
Den Auftakt bildete der „Einstieg“, bei dem Schüler der Grundschule und der zweiten Klasse der Sekundarstufe von ihren Leseerfahrungen berichteten. Im Anschluss folgte der „Hauptgang“: Der Lehrer Miguel López Santos hatte zwei Tische vorbereitet, die mit Blumen und Tischnummern geschmückt waren. Auf jedem Tisch lag eine „Speisekarte“ mit einer Auswahl von sechs Büchern aus dem Netzwerk der ländlichen Bibliotheken von Cajamarca: *Todos los tiempos*, *Trenzando sombras*, *Tintes y tejidos*, *¡Música, maestro!*, *Nuestras herramientas* und *Los seres del más acá*. Vier freiwillige Schüler der zweiten Sekundarklasse nahmen an den Tischen Platz und wählten ihre Lektüre aus. Auch das Publikum suchte sich Bücher aus, um sie entweder allein oder gemeinsam mit den eigenen Kindern zu lesen. Danach wurden Kärtchen in Form von Kakaobohnen verteilt, die Fragen zu den gelesenen Werken enthielten; die Antworten darauf konnten freiwillig geteilt werden. Die Fragen lauteten: „Was hat dir an dem Buch am besten gefallen? Warum?“ und „Welcher Teil des Buches hat dich an etwas aus deinem eigenen Leben erinnert?“
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Die Veranstaltung wurde mit dem Programmpunkt „Terceras voces: Lecturas que dejan huella“ (Dritte Stimmen: Lektüren, die Spuren hinterlassen) fortgesetzt. Hierbei berichteten zwei Schülerinnen der dritten Klasse der Sekundarstufe von ihren Erfahrungen mit Büchern aus dem Netzwerk ländlicher Bibliotheken in Cajamarca. Sie hoben dabei das Wissen, die Glaubensvorstellungen, Werte und Traditionen hervor, die in diesen Werken bewahrt werden. Eine der Schülerinnen erzählte eine Geschichte aus der mündlichen Überlieferung, die erklärt, warum Hunde einander am Schwanz schnuppern. Zudem präsentierte sie dem Publikum ihr „Cartonero“-Buch (ein handgefertigtes Buch aus Karton) mit dem Titel „Saberes de nuestra comunidad“ (Wissen unserer Gemeinschaft), das Texte enthält, die von den Schülerinnen und Schülern selbst verfasst wurden.
Unter dem Motto „Postre de palabras“ (Wort-Dessert) wurden die Anwesenden gebeten, auf kleine, blattförmige Kärtchen zu schreiben, was das Lesen für sie persönlich bedeutet und wie sie andere zum Lesen motivieren würden. Anschließend hängten sie die Kärtchen an die Zweige eines Baumes, der an der Tafel angebracht war.
Im Rahmen der „Sobremesa literaria“ (Literarische Plauderrunde nach dem Essen) stellte eine Schülerin derselben Jahrgangsstufe dieselben Fragen an die Ehrengäste, die daraufhin Ratschläge gaben, wie man junge Menschen zum Lesen anregen kann.
Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Stärkung mit heißer Schokolade und Tamales. Es war ein gelungener Ausklang für ein Treffen, das dazu einlud, Freude am Lesen zu finden, Erfahrungen auszutauschen und das Wissen der eigenen Gemeinschaft wertzuschätzen.
Ein herzliches Dankeschön an Janely Triful, Mariana Reto, Tatiana Vásquez und den Lehrer Miguel López Santos für die Organisation dieses wunderbaren Leseerlebnisses und dafür, dass sie es mit uns geteilt haben. Ein herzlicher Gruß nach Jaén!
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